Am 30. März 1895 gründeten 25 Jäger aus der Talschaft Schams die Jägersektion Liberta. Triftige Gründe führten zur Gründung: Den Wildbeständen erging es schlecht, das heisst sie hatten sich nicht erholt. Über Rehe, Hirsche und Steinböcke gab es keine Abschussangaben. Erst 1880 waren wieder sieben Rehe und ein Hirsch auf der Jahresstrecke. 1889, 1890, 1895 und 1900 waren Schonjahre für das Rotwild. Und in den Jahren 1905, 1909 und 1910 gab es gar ein Abschussverbot für Gämse.
In dieser Situation wurden die Anhänger der Pachtjagd immer aktiver und wollten einen Systemwechsel erzwingen. Es existierte gar ein Jagdverein, der den Systemwechsel zum Ziel hatte. Die Gegner begannen sich darauf, mit vereinten Kräften das Problem Jagd und Wild an die Hand zu nehmen. So kam es zur Gründung der ältesten Jägersektion Graubündens. Diese Pioniertat war der Anfang, die Patentjagd erfolgreich im Kanton beizubehalten.